Überwinterung:
Die Überwinterung 1998/99 erfolgte schon im Terrarium, da sich die Tiere eingruben,
als über drei Tage der HQI-Strahler wegen eines Defektes ausgefallen war. Die Tiere
wachten aber immer wieder auf, was ich im Nachhinein den zu hohen Temperaturen von
ca. 15°C zuschreibe.
Ich überwinterte im Winter (1999/2000) meine Wüstenkrötenechsen in mehreren Kunststoffwannen,
60x40x50, LxBxH, die mit feinem trockenem Sand gefüllt waren, bei einer Temperatur
um die 10°C. Wichtig ist die Überwinterung in völlig trockenem Substrat, damit die
Tiere keinerlei eitrige Stellen bekommen. Flüssigkeit bekommen die Echsen durch
den Abbau von Fett, da bei diesem Prozess Wasser fei wird.
Ein Problem bei der Überwinterung war es, dass die Tiere zwischendurch aufwachten und sich
aus dem Sand gruben. Ein Tier schlief wieder auf dem Sand ein. Als ich im 14tägigen Rhythmus
wieder nachschaute, musste ich entdecken , dass das Tier bereits tot war. Aufwachende Echsen wurden
deshalb sofort in ein Terrarium gesetzt, um nicht noch mehr Verluste des Tierbestandes einzugehen.
Durch den "abgebrochenen Winterschlaf" waren die Tiere nicht so vital wie sonst,
sondern zeigten eine "Antriebsschwäche" bei der Nahrungsaufnahme.
Im darauffolgenden Winter (2000/01) entschloss ich mich deshalb die Tiere kälter zu überwintern,
da es in einigen Herkunftsgebieten der Tiere auch Nachtfröste gibt. Die Überwinterungskisten
wurden in einem alten Gewölbekeller aufgestellt; hier herrschten fast die
Außentemperaturen, da ein Kellerfenster ständig offen stand.
Doch auch hier zeigte sich das gleiche Bild. Zwar schliefen einige Tiere länger,
doch einige wachten nach bereits drei Wochen wieder auf. Diese Tiere wurden erneut
in ein Terrarium gesetzt, um kein Risiko einzugehen. Diesen Tieren war im gesamten
Jahr eine deutlich eingeschränkte Vitalität anzumerken.
Zu erwähnen ist hierbei ein Männchen, das ich mit anderen Tieren, wegen des schönen
Wetters im April 2001, in die Freianlage setzte und beim Herausfangen der Tiere
(wegen einer Wetteränderung) nicht wiederfinden konnte. Ich räumte die gesamte
Inneneinrichtung aus und durchwühlte den Sand bis zu einer Tiefe von ca. 15 cm
vorsichtig mit der Hand, doch entdeckte ich das Tier nicht. Somit dachte ich, es
wäre tot und von den Futtertieren schon zum Teil gefressen worden.
Im Herbst staunte ich dann nicht schlecht, als ich das Tier wiederfand. Es saß mit
den anderen dazugesetzten Krötenechsen beim Sonnenbad. Das Tier war wohl genährt,
und sogar schwerer als die anderen in seiner Größe; auch die Färbung war ausgeprägter,
als bei den Tieren, die die meiste Zeit im Zimmerterrarium gewesen waren.
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